Schulranzen
Der Schulranzen, Schultornister, Scout, Thek oder die Schultasche hat sich weitgehend aus dem Militär-Tornister entwickelt. Der Ranzen ist ein meist auffällig eckig gestalteter Tragebehälter, der in der Regel sowohl über ein solides Gurtsystem für den Transport auf dem Rücken, als auch über einen Handgriff verfügt. Manche Ranzen (die beispielsweise von Lehrern bevorzugt werden) sind Ledertaschen, die neben dem Handgriff anstatt der Rückengurte einen Schulterriemen besitzen. Auch bei – vor allem älteren – Schülern taucht immer wieder eine kurze Modewelle auf, bei der Taschen, die per Schulterriemen getragen werden, „in“ sind. In der Praxis ist der Transport auf dem Rücken jedoch bequemer, sicherer und gesundheitlich empfehlenswerter (schont die Wirbelsäule).Die Größe des Schultornisters orientiert sich in der Regel an den Ausmaßen eines handelsüblichen Schulatlasses. Darüber hinaus sollten Hefte, Bücher und Schreibutensilien für einen Schultag verstaut werden können. Gegenüber dem Rucksack ist der Schulranzen standfester und lässt sich so leichter abstellen. Die meisten Tornister stehen dabei allein, andere müssen etwa an eine Wand oder an Tischbeine angelehnt werden.
Kauftipps für Schulranzen sind seit vielen Jahrzehnten bekannt und werden dennoch zu oft missachtet. Mit dem Tornister nehmen Kinder – als Radfahrer oder Fußgänger – auf dem Schulweg am Straßenverkehr teil. Daher sollte auf festen Halt, auf die körpergerechte Größe und die Ausstattung mit reichlich reflektierenden Accessoires geachtet werden. Häufig werden gerade bei jüngeren Schülern zu große Tornister gewählt, die aufgrund ihrer schier unermesslichen Staufläche dazu verführen, gleich alle Schulmaterialien für die gesamte Woche mitzuführen.
Davon ist abzuraten, da zum einen hierdurch die Wirbelsäule unnötig belastet wird. Auch schränkt ein überschwerer Tornister, der den Oberkörper nach hinten zieht, die Teilnahme am Straßenverkehr ein. Dies gilt vor allem für das Radfahren, aber – in Zusammenhang mit Regenkleidung im Winter – auch für den Fußmarsch. Als Faustformel kann gelten, dass der Schultornister nicht schwerer als rund 10 Prozent des Körpergewichts sein sollte. Anzeige
Schulranzen von McNeill in allen erdenklichen Farben und Formen für Kinder und Jugendliche gibt es auf www.schulranzen.com. Zum anderen fördert der täglich neu gepackte und wieder entleerte Ranzen die Erinnerung an die Schulfächer. Für manch einen Schüler, der mit schlechten Noten zu kämpfen hat, beginnt mit dem bewussten Packen der Schultasche der Weg zu besseren Schulergebnissen.
Immer häufiger setzt sich der Schulrucksack durch, der dadurch, dass er enger am Körper liegt, komfortabler ist. Allerdings ist hier noch mehr darauf zu achten, wie das Gewicht im Rucksack verteilt ist. Ungünstig wäre beispielsweise ein schwerer Duden, der unten im Rucksack nach hinten zieht.
Eltern haben neben den genannten Aspekten noch ein weiteres Problem zu beachten, das sich aus dem Transport der Schulsachen auf dem Rücken ergibt. In dieser Situation ist das Kind relativ hilflos Anfeindungen ausgesetzt, wenn beispielsweise andere Schüler an den auf den Rücken geschnallten Tornister gehen. Abschließbare Verschlüsse sind da nicht immer die beste Reaktion. Mehr hilft in der Regel, wenn beim Kauf darauf geachtet wird, dass der Träger den Tornister leicht und schnell vom Rücken nehmen und wieder aufsetzen kann, auch wenn dieser beladen ist oder über winterlicher Kleidung getragen wird. Ebenso sollte daran gedacht werden, dass der Tornister auch bei heißem Wetter auf dem Rücken mitgeführt werden kann. Ungünstig wäre dann etwa eine raue Fläche, die beispielsweise durch T-Shirt-Stoff drückt und an der Haut reibt. Gleiches gilt für Beschläge, Nähte und dergleichen.
Bei der Innenausstattung des Ranzens ist natürlich auf diverse Fächer zu achten, die den Zugriff auf die Inhalte erleichtern. Am besten, man nimmt zum Kauf die Ausrüstung für einen typischen Schulalltag mit. Nicht zu vergessen ist natürlich die Auswahl des Stoffes, der witterungsbeständig sein sollte, damit er den Büchern und Heften ausreichend Schutz gewährt. Extra Taschen für die Verpflegung können sinnvoll sein. Allerdings gibt es dafür auch ausreichend gute Transportdosen auf dem Markt. Wenn Nahrungsmittel derart dicht an Unterrichtsmaterial herankommt, sollten hochwertige Dosen mit soliden Verschlüssen sowie die regelmäßige Kontrolle selbstverständlich sein. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Nachwuchs das mühsam ins Reine geschriebene Berichtsheft auf dem Schulweg mit einem Mortadellabrötchen garniert.
Eine Marktübersicht zeigt schnell, wo der Trend bei Schulranzen hingeht. Viele Hersteller wie Hama, Samsonite, Scout, Lego, McNeill usw. bieten gleich ganze Schulranzen-Sets in einem Design an, wobei die Aufmachung nicht selten an bekannte Helden aus dem Fernsehen erinnern. Diese Sets bestehen in der Regel aus Tornister, Sportbeutel, Federmappe (in der Regel komplett ausgestattet), Schlamperetui und Brustbeutel. Die Preise zwischen rund 50 und knapp über 200 Euro (dann meist 7-teilig) für das Set zeigen, dass Schultaschen kein billiges Vergnügen sind. Allerdings wird hier auch in die Sicherheit und die Ausbildung des Kindes investiert.
Weitaus seltener sind einzelne Schulranzen im Angebot, die aber auch in der Regel kaum unter 40 Euro zu haben sind. Durchschnittlich gute Produkte liegen bei etwa 80 bis 120 Euro. In der Regel lohnt es sich nicht, bei der Anschaffung über eine längere Nutzungsdauer als zwei bis drei Jahre zu planen. Dann sind dem Schultornister die Gebrauchsspuren meist deutlich anzuerkennen. Zudem ändert sich oft der Geschmack des Kindes. Eltern sollten es sich ersparen, Kindern einen Ranzen aufzudrängen, den sie nicht leiden können. Wem es gelingt, bei der Neuanschaffung den Nachwuchs für ein eher zeitlos elegantes Modell zu motivieren, spart vielleicht einen zeitnahen Neukauf. Vor allem von einem Design mit Heldenfiguren ist in diesem Zusammenhang eher abzuraten. Die TV-Helden unterliegen teilweise schnellen Trendwechseln und drohen dann, das Kind als „nicht mehr up to date“ zu stigmatisieren, wenn nicht beim Abschwellen eines Modetrends sofort ein neues Produkt erworben wird. Da hatten es frühere Generationen mit dem Ledertornister meist einfacher. Dieser hielt in der Regel nicht nur ein Pennälerleben, sondern ließ sich auch nach jahrelangem Gebrauch wieder aufmöbeln. Wer ein solches Schätzchen erwirbt oder seinem Kind erfolgreich vermacht, sollte auf ausreichende Imprägnierung und Aufrüstung mit Licht reflektierenden Flächen achten. Natürlich sollten die Funktionen (Verschlüsse, Gurte, Griffe, Fächer) kontrolliert und ggf. repariert werden.