Notebooktaschen (Laptop-Taschen, Laptop-Daypacks)
Notebooks machen seit einigen Jahren das Rennen und haben sogar – was die Verkaufszahlen angeht – bereits die Desktop PCs überflügelt. Immer häufiger werden sie sowohl mobil verwendet als auch am heimischen oder betrieblichen Schreibtisch in ein bestehendes System an Peripheriegeräten (größerer Monitor, Multifunktionsdrucker, Maus, Tastatur, Soundsystem usw.) eingebunden.Es ist also kein Wunder, dass Notebooktaschen den Massenmarkt bevölkern und immer öfter den klassische Aktenkoffer ersetzen. Die Ausführungen schwanken optisch zwischen Aktentasche und Rucksack. Sie dienen nicht allein dem Transport des teueren und empfindlichen Notebooks. Ja nach Einsatz ist weiterer Platzbedarf gegeben. Studenten nutzen Notebooktaschen beispielsweise gern für den Uni-Alltag und insbesondere für den Gang in die Bibliothek. Demnach müssen auch noch Bücher und Schreibutensilien Platz finden. Außendienstmitarbeiter verstauen je nach Einsatz neben den Schreibutensilien vielleicht noch Anträge, Prospekte, einen mobilen Drucker usw. Wer auf Fototour unterwegs ist, benötigt nicht nur Platz für den Laptop, sondern auch noch Fächer für die Kamera und die Objektive.
Für alle Einsätze gilt: Die Ausrüstung muss sicher verstaut sein. Das bedeutet vor allem in Hinblick auf das Notebook, dass die Tasche optimal auf die Größe des mobilen Rechners zugeschnitten ist. Der Laptop sollte rutschfest fixiert werden können und gegen Stöße und Witterungsverhältnisse gesichert sein. Die Fixierung ist besonders dann wichtig, wenn das Gerät auch mal transportiert wird, ohne dass das Betriebssystem heruntergefahren ist. Festplatten reagieren allgemein sehr empfindlich auf Stöße, wenn sie gerade schreiben oder lesen. Empfehlenswert ist also immer, das Gerät vor dem Transport komplett auszuschalten. Doch auch dann sind nicht ausreichend abgefederte Stöße nicht willkommen und können mittelfristig zum Ausfall bzw. zu einer teuren Reparatur führen. Die meisten Taschen sind daher für einen Transport von Notebooks nicht geeignet.
Die Hersteller von Notebooktaschen gehen weitgehend auf diese Bedürfnisse ein. Verarbeitung, Material und Gurtsystem bzw. Tragegriff sind in der Regel von guter Qualität. Gespart wird schon mal am Reißverschluss. Er sollte aber robust genug für den Dauereinsatz sein und im geschlossenen Zustand möglichst keine Feuchtigkeit durchlassen. Die Größenangaben bei Notebooktaschen beziehen sich fast ausschließlich auf die Laptopgröße, wobei als Richtlinie nicht etwa die tatsächlichen Außenmaße gelten, sondern die Bildschirmdiagonale. Zu beachten ist dabei, dass die meisten Notebooks heutzutage im 16:9 – Format geformt sind. Ältere Laptops sind jedoch mit ihrem klassischen 4:3 – oder 5:4 – Format anders proportioniert.
Ausgesprochen selten finden sich Notebooktaschen, die auch mit reflektierenden Flächen ausgestattet sind, was gerade beim Transport (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) nicht von geringer Bedeutung ist. Fehlen Reflektoren, so sollten sie ggf. nachträglich angebracht werden.
Entsprechend des Verkaufserfolges der Notebooks werden auch unzählige Produkte angeboten. Allein eine umfassende Marktübersicht der Hersteller mag kaum gelingen. Hama, Case Logic, Belkin, Sony, Targus, Samsonite, HP, Dicota und Golla sind nur einige Hersteller, die über ein fein abgestuftes Programm verfügen. Zu den beliebtesten Modellarten gehören jene Typen, die sich direkt am Format des Geräts orientieren und die ausreichend großen Umhängetaschen. Die Preise beginnen selbst für 15,4 Zoll Notebooks bereits bei unter 15 Euro. Dann wird allerdings in der Regel kaum mehr als ein Bezug mit Reißverschluss geboten. Sollen noch weitere Utensilien untergebracht werden, wird es deutlich teurer. Den größten Marktanteil nehmen die Notebooktaschen zwischen 20 und 60 Euro ein. Allerdings gibt es auch jenseits von 100 Euro noch ein großes Angebot.